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Kunst - Konsum - Kommerz - Kreativität

 

Die Genialität der Promotionvideos großer Marken ist nicht neu. Wer vergisst so schnell den geilen Trailer von Armani mit Ronaldo und  dem Zimmermädchen?! 

Und zunehmend geht es in die Richtung - natürlich, liebe KritikerInnen: der Kapitalismus...klar, aber wie schon in der Vergangenheit: er schafft Kapital, aber eben auch Kultur - und zunehmend geht es bei ästhetischen Spitzenprodukten manchmal weniger um den Namen und das Produkt (ja, auch das wieder so eine typisch profitmacherische Hinterhältigkeit!).

Schauen wir uns das aber an - genießen wir das ruhig und lernen davon. Vielleicht.

Dank an Fulvia Milton für die Anregung.

 

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WERBEKAMPAGNE

Dieses Video (Kurzfassung) wird auf Facebook und Twitter kommentarlos zensiert - wegen der Message oder der Nacktheit? 

Das ZEITmagazin N°4/2018 präsentiert zur Berliner Fashion Week einen Kurzfilm und Fotos von Jonas Lindstroem (Kamera: Nicolai Niermann), Titel: „ES WAR GUT ABER DAS IST BESSER“. Ein Modefilm, auch wenn das nicht gleich auffällt. Die einzelnen Marken sind penibel im Journal aufgeführt. Der Film beschäftige sich „mit der Lebens- und Erlebenswelt junger Menschen unter 30“ und mit „Mode als Massenphänomen“.
Und die ästhetische Frage: Kunstfilm und/oder Modefilm?! Oder die gelungene Synthese?

„A collaboration between Louis Vuitton and artist Jeff Koons, the ‘Masters’ Collection remixes the iconic artworks of the Old Masters and presents them in a way that encourages new interpretations.“ (O-Ton)

 

Welche neuartigen Auslegungen wohl Modehaus und Kunstkommerziant da wohl meinen?

 

„Learn more now at http://vuitton.lv/2pm6JFJ.“

 

Was man „mehr“ lernt beim Link, ist dasselbe Video. Upps?

 

Nun ist das billige Nachkopieren klassischer Motive auf Krawatten oder Klodeckel ja wirklich weder new noch interpretation. Und dann handwerklich kann das jeder Photoshop-User.

Preislich hochkarätige Taschen mit bereits vorher zum Kitsch verkommenen Kunst-Zitaten - das ist soviel wie die Verwechselung von Stil mit Stiel. Kläglich und stillos. Wenigstens aber teuer.

In Revision etablierter kapitalismus- und konsumkritischer Perspektiven beschäftigen sich die Beiträge des Bandes mit der ästhetischen Stimulation, die seit der Mitte des 19. Jahrhunderts von der modernen Warenwelt und dem Massenkon­sum ausgeht. Zur Debatte stehen dabei der künstlerische Wert von Werbekampagnen, Lichtreklamen, Schaufensterauslagen oder Kaufhausarchitekturen ebenso wie die vielgestaltige Rhetorik des Markendiskurses und die literarische und bild­künstlerische Anverwandlung dieser Phänomene. Ergründet wird die eigentümliche Ambivalenz aus Abgestoßensein und Faszination, mit der nicht nur Individuen auf die allgegenwärtigen Verführungsangebote der Warenwelt reagieren, sondern mit der auch die Kunst in Moderne und Post­moderne die lebensweltliche Dominanz der Warenflut zu verarbeiten sucht - so der Verlag. Leseprobe: Klicken bitte.

 

Aktuelles Design-Thema: Nachhaltigkeit

zu kurz kommt dabei noch der Aspekt der Ästhetik

 

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