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Kein Rollback in Politik und Kultur

Was ist los in Deutschlands Medienlandschaft?

Bis 2015 hatte dieses Einwanderungsland kein Probleme mit eben dieser Einwanderung. Da verstand man sich ja gerne als Gastarbeiterland. Die Zeiten änderten sich und die öffentliche Meinung änderte sich. Und dann sprach man eigentlich nur noch von gelingender Integration.

Seit 2015 ist das in Teilen der Politik, Medien und Gesellschaft anders. Da werden sich als neues Heimat-Bewusstsein versteckende Demokratiedefizite sichtbar bei eben diesen genannten Teilen.

 

Ein Literatur-Tipp zum Thema:

Und nun plötzlich gibt´s quer durch die Republik Medienschelte und Zensur für ein Lied von Sarah Connor („Vincent“ vom grad erschienenden Album „Herz Kraft Werke“) das mütterliches Verständnis und Mitgefühl zeigt für den Sohn, einen Jungen in der Pubertät, der sich zu seinem Schwulsein bekennt.

Da werden –  heute, Frühjahr 2019?! – Verse inkriminiert wie: „Vincent kriegt kein'n hoch, wenn er an Mädchen denkt/ Er hat es oft versucht und sich echt angestrengt“. Die seien „unzüchtig“. Das sagt nicht etwa die Jugendschutzbehörde, die da vielleicht schon weiter ist. Da hantieren ein paar Verantworliche in den Rundfunkanstalten mit ihrer Medienmacht und spielen sich als Moralapostel auf. Angeblich um die deutsche Familie zu schützen, nicht schon beim Frühstück etwa ihren kleinen Kindern erklären zu müssen, was da wohl gemeint sei.

Sowas hat überwunden geglaubte Tradition in Deutschland: So sauber sollte es auch in der Wirtschaftswunder-BRD wie gleichfalls in Ulbrichts DDR zugehen. Ging´s aber nicht.

Und wird´s auch diesmal nicht gehen.

 

Kein Rollback in Politik, Kunst und Kultur!

 

Paul, Juni 2019

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