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Nolde

 

Der ganze Nolde

 

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Die Ausstellung im Bucerius Kunstforum zeigt mit 80 Gemälden, Zeichnungen und Skizzen den frühen Nolde, wie es heißt: mit "weitgehend unerforschten Arbeiten"  aus seiner Zeit in Dänemark zwischen 1900 und 1902, die sowohl prägende Einflüsse dänischer Kolleg*innen deutlich werden lassen, welche hier im BKF mit 25 Gemälden präsent sind. Zugleich aber werden in den vier thematischen Abteilungen Menschenbilder, Interieur, Landschaft und Fantastik Motive und Stilelemente, Formen und vor allem schon Farben erkennbar, die dann schließlich die Marke Nolde ausmachen werden.

 

© Nolde Stiftung Seebüll

 

"Emil Nolde, bekannt als der farbstarke Maler des Nordens, ist wohl auch der berühmteste "entartete Künstler". Von keinem anderen wurden im Nationalsozialismus so viele Werke beschlagnahmt. Doch Nolde war ein Stratege, der seinem Erfolg alles untergeordnet hat – so auch seine nationalsozialistische, antisemitische Gesinnung, deren ganzes Ausmaß lange verschwiegen wurde."

 So die ARTE-Doku, hier im Anschluss. Nolde, eigentlich ein Hans Hansen geb. in Nolde (Schleswig-Holstein), mit einem Künstlernamen, wie ihn schon die Renaissance kannte, ist für Geschichte und Kunstgeschichte heute nur noch ein offenes Geheimnis. Lügen und Legendenbildung ein Scherbenhaufen. Und dennoch bleibt seine Kunst nach wie vor von Interesse und faszinierend. Und nach wie vor auch als Gegenstand der Forschung.

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Emil Nolde – Eine deutsche Legende.

Der Künstler im Nationalsozialismus

Neue Nationagalerie Berlin, 2019

 

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Face-to-Face Gespräch:

Emil Nolde. Der Mensch und der Künstler (2019)

 

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