17. 11.- 17. 1. 2018

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Hans Maass zum 100. (I)

Hans Maass zum 100. (II)

Bildbetrachtung            Ute Rabing

 

Hans Maaß, ein Maler, ein Künstler.

Mich faszinieren viele Bilder von Hans Maaß. Am besten gefallen mir die, die wunderschöne Blumen in der Bildmitte zeigen. Hier seien Werke wie „Das Pendel“, „Die Chrysantheme“, „Lilie“ oder „Das große Blumenbild“ genannt.

 

Ich versuche am Beispiel des Bildes „Die Chrysantheme“ aus dem Jahr 1990 meinen Eindruck zu erklären. Es findet sich  eine sehr detailgetreue Blume in der Mitte, die so echt aussieht, als wäre sie aus dem Garten direkt in das Bild gelangt. Selbst der Wassertropfen vom Befüllen der Vase ist noch nicht getrocknet. Lässt man den Blick nach einiger Zeit ein wenig schweifen, so sieht man weitere faszinierende Gegenstände, Formen und auch Tiere. Wie beispielsweise ein Schmetterling mit einer roten Beere am oberen Rand des Bildes oder Schneckenhäuser, die um die Vase drapiert sind.

 

Man bekommt das Gefühl, in einem nach oben offenen Raum zu stehen, in dessen Mitte an der Wand eine einzelne Blume arrangiert ist. Links und rechts lassen offene Wände einen Blick in die Welt nach „draußen“ zu. Diese Welt „draußen“ mutet, beachtet man zunächst nicht den Kommentar des Malers, etwas skurril an. Am linken Bildrand befindet sich eine antike Architektur mit Säulen und Gebäuden in dunklen Farben gehalten. Am rechten Bildrand befindet sich eine Naturlandschaft mit Bäumen in Grüntönen gehalten.

 

Als weiteres prächtiges Bild ist „Das große Blumenbild“ aus dem Jahr 1981 zu nennen. Ein wunderschöner, opulenter, bunter Blumenstrauß, der aus einer Vielzahl von Blumen besteht, besticht durch die Leuchtkraft der Farben und der detailgetreuen Blumen. Sie bilden das Zentrum des Bildes und blühen aus der Ruine eines antiken Gebäudes heraus. Der Hintergrund ist wieder in dunklen Farben gehalten, bietet dem Auge des Betrachters jedoch eine Menge Details, die viel Raum zu Interpretationen lassen.

 

Mich fasziniert an diesen Bildern die Harmonie zwischen den Blumen und dem Umfeld. Die Farben und die manchmal doch auf den ersten Blick etwas befremdlich anmutenden Formen haben eine angenehme Beziehung zueinander.  Man hat nicht den Eindruck, dass auch nur ein kleines Detail störend wirkt.

 

 

Für mich war Hans Maaß ein großer Maler.

Hans Maass zum 100. (III)

Hans Maass über das

"Triptychon" (1997):

http://www.sessemi.de/

Hans-Maass/triptychon.html

 

Gespräch mit Heinz-Dieter Gerkens

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Erscheint demnächst wieder bei einem neuen Verlag.

Hans Maaß (* 9. November 1914 in Bremen; † 2. August 2000 in Langwedel) war ein norddeutscher Maler.

Leben[Bearbeiten]

Hans Maaß wuchs im ländlichen Langwedel (im südöstlichen Großraum Bremens gelegen)als Sohn eines Zigarrenarbeiters auf. Von 1925 bis zum Abitur im Jahre 1934 besuchte er das Domgymnasium Verden. Aus finanziellen Gründen war es ihm nicht möglich, ein Kunststudium zu beginnen. Er studierte an der Pädagogischen Hochschule in Kiel, wurde Lehrer und anschließend Soldat. 1945 kehrte er nach dreimaliger schwerer Verwundung nach Verden zurück, wo er sich im Selbststudium mit der Malerei beschäftigte und zugleich als Kunsterzieher tätig war.

Nach zwanzig Jahren des künstlerischen Arbeitens trat er als Maler 1965 erstmals mit bildnerischen Arbeiten an die Öffentlichkeit; es folgten größere Ausstellungen in Wien, München, Bonn, Hannover und in der Umgebung seiner Heimat. 1972 zog er von Verden nach Langwedel-Daverden und kehrte damit zurück in die Landschaft seiner Kindheit, wo er am 2. August 2000 im Alter von 85 Jahren starb und auf dem Friedhof in Langwedel-Daverden beigesetzt wurde.

Aus Anlass seines 100. Geburtstages findet vom 30. September bis 24. Oktober 2014 in der Hauptstelle der Kreissparkasse Verden, Ostertorstr. 16, in 27283 Verden(Aller) eine Ausstellung seiner Werke statt.

Werk[Bearbeiten]

Unabhängig von zeitaktuellen künstlerischen Richtungen verfolgte Hans Maaß seinen eigenen Weg, wobei er in der Technik der Ölmalerei die Perfektion der „Alten Meister“ anstrebte, ausschließlich gegenständlich malte und vor allem durch die Komposition der Bildgegenstände – antike, idealtypische, aber auch heimatliche Landschaften und Gebäude, Gesichter, Hände und (Selbst-)Porträts, Blumen (besonders Lilien, Chrysanthemen, Sträuße), Malutensilien, symbolhaft eingesetzte Werkzeuge („Pendel“) und persönliche Erinnerungsstücke (z.B Erkennungsmarke aus der Zeit als Soldat) – den Betrachter zur Auseinandersetzung herausforderte und eine bis ans Surreale heranreichende Bildwirkung erzielte.

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans Maass, Imaginationen, Bilder der Stille, Mappe zur Vollendung seines 75. Lebensjahres gewidmet. Verdener Heimatbund e. V., 1989
  • Hans Maass, Abseits des Weges gewiss, Mappe zur Vollendung seines 80. Lebensjahres gewidmet. Verdener Heimatbund e. V., 1994
  • Hans Maaß (1914–2000), Vorträge, Bildgedanken und Bildwerke, Erinnerungsgabe zum 90. Geburtstag. Bearbeitung und Zusammenstellung von Günter Schreiber, Verden, 2004.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

7.11.2014, 17.00

Am Sandberg 1,

Langwedel

Website von Volker Maass
Website von Volker Maass
Artikel der Kreiszeitung
kreiszeitung, 19.9..pdf
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Danksagung

Der Titel von Ausstellung und Katalog verdankt sich einer Anregung von Heinz-Dieter Gerkens, dem langjährigen Freund von Hans Maass.

Für die Bereitstellung von Vorlagen zur Reproduktion zu Dank verpflichtet: Ute Rabing, Heinz-Dieter Gerkens und der Website http://www.sessemi.de/Hans-Maass/.

kuratiert von Paul Kroker,

September 2014

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Kommentare: 2
  • #1

    Tanja Kolinko (Montag, 29 September 2014 21:15)

    WUNDERSCHÖN!!! Großartiger Künstler!

  • #2

    Raúl & Anita (Freitag, 07 November 2014 13:01)

    Gracias Maestro!!!
    Du hast wirklich eine gute Mischung zwischen Kurator, Künstler, Kunstkritiker und Germanist. Das macht deine Reden besonders vielschichtig, interessant und überzeugend. Glückwunsch!!!