Zum 100..
Collage: PAULavanti / Foto: Mariann Menke
"Vorhang auf für ein bezauberndes Familienkonzert: Gemeinsam mit dem Figurentheater „Mensch, Puppe!“ haben die Bremer Philharmoniker die beliebte Geschichte „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry in Konzertform umgesetzt. Am 4. Advent laden sie Familien ein, in die Welt des kleinen Protagonisten einzutauchen. Philosophie trifft auf Märchen - ein gleichsam berührendes wie bereicherndes Erlebnis für Menschen ab 6 Jahren
Die Schauspielerin Claudia Spörri schlüpft mit einer Handpuppe in die Rolle des kleinen Prinzen, der vom fernen Asteroiden B612 kommt. In Begegnungen mit einem Piloten, einem Fuchs, einem König und anderen wundersamen Wesen philosophiert er mit einfachen Fragen über das Leben. Der kleine Prinz lädt die Kinder mit liebenswerter Leichtigkeit zum Staunen und Nachdenken an. Die Musik erklingt dazu live vom Fides Quartett, ein Streichquartett aus den Reihen der Bremer Philharmoniker. Das stimmungsvolle Bühnenbild und die fantasievollen Requisiten sorgen für eine kindgerechte, kurzweilige Atmosphäre mit unterhaltsamen Überraschungen.
Die Bremer Philharmoniker und das Figurentheater „Mensch Puppe“ konzertieren bereits seit mehreren Jahren regelmäßig zusammen. Familien- und Schulkonzerte wie „Der Josa mit der Zauberfiedel“ oder „Streicherklang und Froschgesang“ haben mittlerweile Kultstatus. „Der Kleine Prinz“ hat als jüngstes Projekt in dieser Reihe einen festen Platz gefunden und begeistert Kinder wie Erwachsene gleichermaßen." (Pressemitteilung)
Die so fabelhaft wundersame Geschichte von diesem kleinen Prinzen, der bei einem Piloten nach einer Bruchlandung in der Wüste auf seiner Suche nach Freundschaft plötzlich auftaucht und sich schließlich auch wieder zurückzieht, war das letzte Werk von Antoine de Saint-Exupéry, das ihn mit seinen Hunderten von Übersetzungen weltberühmt machte und immer noch macht.
Dazu kommen noch die ungezählten medialen Adaptionen des Textes als Inszenierung auf dem Theater, als Musical, Hörspiel, Film und eben - wie hier im Bremer Dezember 2025 - als Figurentheater in Konzertform. Und last but not least natürlich auch weiterhin als Lektüre im Schulunterricht.
Stets eine ethisch-ästhetische Anregung für Jung und Alt. Unbedingt empfehlenswert: möglichst in einer neueren Übersetzung.
Zwei Beispiele von Adaptionen auf den Bühnen von Berlin-Neukölln und Neuss (NRW)
Trailer der Berliner Bühnenversion des Klassikers von Antoine de Saint Exupéry,zuletzt im Dezember 2024 Januar 2025 auf der Bühne des Heimathafens Neukölln, dann auch 10 Jahre lang regelmäßig zur Weihnachtszeit im Berliner Admiralspalast.
Ein Mix aus Schauspiel, Puppenspiel, Livemusik und Film, auf der Suche nach wahrer Freundschaft.
In der Titelrolle Nanda Ben Chaabane,als Kleiner Prinz und Lorenz Chr. Köhler als Pilot. Als Planetenbewohner auf der Leinwand Bruno Ganz, Florian Lukas, Armin Rohde, Michael Mendl, Dieter Mann und Horst Krause.
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Aus dem kleinen Theater am Schlachthof von Neuss (TAS) nun die komplette Fassung Im Video (55') von 2020 . Credits:
Es spielen: Daniel Cerman, Julia Jochmann und Helena Aljona Kühn Regie: Marika Rockstroh Bühnenfassung: Jens Spörckmann Produktionsassistenz: Monique Latour Bühnenbild: Julia Werner Kostüme: Steffi Klein Musik: Fabian Schulz.
Zum Schluss die vorvorletzte Zeichnung des Autors
Kein eiskalter Engel à la Alain Delon mit seiner faszinierenden Ausstrahlung des Bösen.
Kirill Serebrennikovs Film und dem großartigen Darsteller August Diehl verbietet sich jegliche Identifikation per Täterpsychologie mit dem „Todesengel von Auschwitz“, Josef Mengele. Der bleibt im Film über sein Verschwinden auch auf der Flucht durch Südamerika immer der hundertfünfzigprozentige, eiskalte Naziverbrecher. Sein Glorienschein verliert sich jedoch mit den Jahren immer mehr. Bis er schließlich als ein Wrack an Verbitterung und Isolation in einem Drecksloch bei Sao Paulo dahinvegetiert. Und dann endgültig beim Baden im Nirgendwo des Ozeans verendet.
Die Kälte der Inszenierung vom Untergang eines Massenmörders durchbricht zweidreimal in kurzen Farbsequenzen das mal scharfe, mal körnige Schwarzweiß wie im Film noir, um die Lust an Tortur und Mord in der Maske medizinischer Forschung genüsslich auszustellen und das dann noch als Film im Film mit einer Amateurkamera. Und dann wiederum bei seiner Gier am kurzen rasenden Sex, was dann wiederum kontrastiert mit einer Liebesszene auf einer bunten Wiese. Und das ist wohl kein zufälliges Zitat von Jonathan Glazers The Zone of Interest.
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Von 2009 bis 2022 begleitet die dänische Filmemacherin Lea Glob die französisch-polnische Malerin Apolonia Sokol (1988). Aus einer Künstlerkommune stammend, lernt sie nicht ohne Fehlschläge sich schließlich mit 30 sich als Künstlerin zu etablieren. Langzeitdoku mit bereitwilligen Einblicken in die Intimsphäre der Malerin und ihrer Nähe zur Regisseurin. Zwei Frauen, deren Leben und Kunst sich kongenial in ihren Bildern manifestiert – ein dreizehnjähriges Suchen und Reifen, das beiden die nötige Anerkennung zollt.
Contemporary Fine Arts Berlin präsentiert Corpo de Cor der brasilianischen Künstlerin Márcia Falcão (1985, Rio de Janeiro) – ihre erste Ausstellung in Europa.
In Falcãos Bildern verschmilzt ihre künstlerische Reflexion über Malerei als Medium der Auseinandersetzung mit dem Körper. Letzterer erscheint dabei nicht nur als physische Gestalt, sondern als Träger von Geschichte, Identität und politischer Bedeutung: voluminöse Akte von physischer Dringlichkeit und fleischlicher Materialität. Schwarze Frauenkörper – auch ihr eigener, von gelebter Erfahrung gezeichnete Körper. Raphael Fonseca schreibt: „Sie lädt uns ein, die Bruchstücke ihrer Erzählungen zusammenzufügen. Für die Künstlerin ist das Malen eine Möglichkeit, zerstörten Existenzen Bedeutung zu verleihen. So wie im Leben wird auch hier immer etwas fehlen.“ (Ausstellungstext)
Lamine Badian Kouyaté
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