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Aktuellstes zu Film und TV, Interviews und Kritiken u.v.m.

Élite rekonstruiert einen vermeintlichen Mordfall in einem Elite-Gymnasium und zeigt recht authentisch soziale Verhaltensweisen und Konflikte. Dabei bleibt die Netflix-Serie bis zur letzten Folge spannend. Mehr: https://www.zeit.de/kultur/film/2018-10/binge-watching-serien-camping-romanoffs-elite-4-blocks/seite-3

Der südkoreanische Film nach einer Erzählung von Murakami, hoch gelobt vergangenes Jahr von der Kritik in Cannes, erzählt Fragmente einer Story – eine Ménage-à-trois , ein Thriller, eine Geschichte mit sozialem Hintergrund…

Mit einem Protagonisten vom Lande und schriftstellerischen Ambitionen und seinem Konkurrenten/Freund (?), einem großen Gatsby, sowie mit seiner ehemaligen Klassenkameradin. Nach Jahren ein zufälliges Wiedersehen plus One Night Stand, dann geht sie nach Afrika – wer weiß warum. Ihren Kater – gibt es ihn oder doch nicht? – in seiner Obhut. Wenn sie zurückkommt, bringt sie den reichen Schönling mit dem Porsche mit.

Viele Details sind  plausibel oder auch nicht, das hängt alles vielleicht von der Perspektive ab. Also ein Film über Möglichkeiten des Erzählens, des Interpretierens, über Fiktion, allerdings jedoch überhaupt nicht intellektualistisch. Stattdessen Bilder, die bleiben, schöne poetische Szenen inmitten einer urbanen wie dörflichen Wirklichkeit, hässlich, grau, dreckig, arm.

Urplötzlich dann dieser Anflug von einem Krimi: Wo ist die junge Frau abgeblieben? Und sie taucht auch nicht wieder auf. Alles endet so, dem Titel gemäß, in einem großen Feuer.

Außergewöhnlicher minimalistischer Soundtrack, der an einem bestimmten Punkt eine Sequenz von Miles Davis einspielt aus „Fahrstuhl zum Schafott“.

Der junge Noch-Nicht-Autor, dem die Welt nach eigenen Worten ein einziges Rätsel ist, befragt nach seinem Lieblingsautor, antwortet lapidar: Faulkner.

„Das Vergangene ist nicht tot, es ist nicht einmal vergangen“ – ein weiterer Ansatz, über diesen Film nachzudenken.

Paul Kroker

„Mythen und Fakten? Wirbeln im Rock'n'Roll gern mal durcheinander. So ist es auch im Netflix-Film "Rolling Thunder Revue" von Martin Scorsese, der die Geschichte einer legendären Bob-Dylan-Tournee erzählt“, so der „Spiegel“-Kritiker Andreas Borcholte. Ja, es ist ein Konzertfilm, aber keine Doku. Realität und Fiktion wie in einem großen, bunten Patchwork, eine großes kulturelles Panorama der USA mit vielen sozialen und politischen Bezügen nach den Pleiten in Vietnam und dem Watergate-Skandal. Fotografien, Interviews, Schnipsel aus Videos und TV, Zufallsaufnahmen.

 

Und egal wie man den gealterten nihilistischen Dylan im Interview gegenüber dem jungen, frechen, immer aber hochpoetischen Barden beurteilt, dank dieses Films, der auch die Songs deutsch untertitelt, lässt sich wundervoll ermessen, warum Bob Dylan den Literaturnobelpreis erhielt. (Paul)

Die Preisträger im Wettbewerb der 72. Internationalen Filmfestspiele in Cannes:

Goldene Palme: Parasite von Bong Joon-ho
Grand Prix: Atlantics von Mati Diop
Jury-Preis: Bacurau und Les Misérables
Preis für die Regie: Jean-Pierre & Luc Dardenne für Young Ahmed
Preis für die Darstellerin: Emily Beecham aus Little Joe
Preis für den Darsteller: Antonio Banderas für Leid und Herrlichkeit
Preis für das Drehbuch: Céline Sciamma für Portrait of a Lady on Fire
Besondere Erwähnung: It Must Be Heaven von Elia Suleiman

Camera d'Or - Bester Erstlingsfilm im Programm des Festivals: Our Mothers von Cesar Diaz

 

Weiterhin findet ihr im Folgenden eine Auswahl der Preise der unabhängigen Reihen Directors' Fortnight und Woche der Kritik, traditionsreiche Programme, die parallel zum Festival ablaufen. 

Un Certain Regard (Auswahl):

Un Certain Regard-Preis: The Invisible Life of Euridice Gusmao von Karim Ainouz 
Un Certain Regard Darsteller-Preis: Chiara Mastroianni für Chambre 212 
Un Certain Regard Preis für die Regie: Kantemir Balagov für Beanpole

Queer Palm: Portrait of a Lady on Fire

Preise der Quinzaine des Réalisateurs:

European Cinemas Label Award: Alice and the Mayor von Nicolas Pariser
SACD Award: An Easy Girl von Rebecca Zlotowski

Preise der Semaine de la Critique (Auswahl):

Nespresso Grand Prize: I Lost My Body von Jeremy Clapin 
SACD Award: Our Mothers von Cesar Diaz

Preis der Internationalen Kritiker-Vereinigung FIPRESCI: 

Wettbewerb: It Must Be Heaven von Elia Suleiman
Un Certain Regard: Beanpole von Kantemir Balagov
Quinzaine/Semaine: The Lighthouse von Robert Eggers

Die Grenzbeamtin Tina ist eine bemerkenswerte Erscheinung. Ihr seltsam geschwollenes Gesicht, ihr bohrender Blick und ihre körperliche Kraft verleihen der jungen Frau etwas Animalisches. Tina hat zudem eine besondere Fähigkeit: Sie kann Angst, Scham und Wut anderer Menschen wittern.

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Bester Film

 

Bester Fremdsprachiger

 

Bester Song (von A Star Is Born)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

GOLDENER BÄR 2019

 

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