1.Juni - 1. September 2017

HAZARs BLOG

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KUNOfilm/video

 

 

 

 

Aktuellstes zu Film und TV, Interviews und Kritiken u.v.m.

 

Lisa und Benni empfehlen:

 

Wie die Schalen einer Zwiebel entfaltet „Die Reste meines Lebens“ die verschiedenen Handlungsstränge, Episoden, Zeitschichten und Perspektiven auf ein traumatisches Ereignis und bleibt dabei stets überraschend und bewegend. Bemerkenswert daran ist nicht allein die verschachtelte und komplexe Erzählweise, die die gesamte Tragik des Hergangs erst nach und nach enthüllt und dem Zuschauer manche Nuss mit auf den Weg durch die Geschichte gibt (ich gestehe, dass ich einer scheinbaren Unstimmigkeit des Plots erst nach langem Nachdenken und mehrmaligem Sehen auf die Schliche gekommen bin - und sie löste sich wunderbar und ohne jeden Fehler auf). Mindestens ebenso einnehmend ist die Atmosphäre, in die Jens Wischnewski seinen irritierend ambivalenten Film taucht: Es sind Bilder voller sommerlicher Wärme und flirrender Heiterkeit, vor deren Hintergrund der Zuschauer ebenso wie Schimon in der trügerischen Sicherheit gewogen wird, es handele sich dabei um einen Liebesfilm und nicht um eine Studie über Trauer, Verarbeitung und Verdrängung. (Joachim Kurz)

Mehr: http://www.kino-zeit.de/filme/die-reste-meines-lebens

Mehr vom Interview: auf Textauszug klicken

 

CANNES 2017

 

 

Bester Film: "The Square"  von Ruben Östlund

 

Die Goldene Palme 2017 erhält der schwedische Regisseur Ruben Östlund für «The Square». Seine bissige Gesellschaftssatire dreht sich um einen Kurator, der Gutes tun will, sich in seinen Bemühungen aber immer stärker verstrickt.

 

Beste Regie: Sofia Coppola

 

Ein verletzter Nordstaatensoldat landet während des Amerikanischen Bürgerkriegs schwerverletzt in einem Südstaaten-Mädcheninternat, wo er die Lehrerinnen und Schülerinnen gegeneinander ausspielt, als diese sich eine nach der anderen in ihn verlieben…

1971 hat das „Dirty Harry“-Testosteron-Doppel Clint Eastwood und Don Siegel den Stoff schon einmal in „Betrogen“ (sehr gelungen) umgesetzt. Aber jetzt verfilmt Sofia Coppola (oscarprämiert für „Lost In Translation“) den Roman von Thomas Cullinan noch einmal aus einer weiblichen Perspektive neu – und zwar mit einem unglaublichen Cast: In „Die Verführten“ verlieben sich u.a. Nicole Kidman, Kirsten DunstElle Fanning und „The Nice Guys“-Entdeckung Angourie Rice in den angeschossenen Colin Farrell.

(FILMSTARTS.de)

 

Beste Schauspielerin: Diane Kruger

in Fatih Akins" Aus dem Nichts"

 

 

Nominiert "Un certain regard"

 

Nominiert in CANNES für "Un certain regard":
"Western" von Valeska Grisebach

Eine Gruppe von deutschen Bauarbeitern macht sich auf den Weg auf eine Auslandsbaustelle in der bulgarischen Provinz. Das fremde Land weckt Abenteuergefühle bei den Männern. Gleichzeitig werden sie mit ihren Vorurteilen und ihrem Misstrauen konfrontiert. Für zwei der Männer wird ein nahe gelegenes Dorf zur Bühne für einen Konkurrenzkampf um die Anerkennung und die Gunst des Dorfes.

 

Ab 8. Mai immer montags um 21 Uhr. Nur auf TNT SERIE!

4 Blocks erzählt in sechs Episoden eine Geschichte um Freundschaft und Familie, Verrat und Schuld im Milieu eines arabischen Clans in Berlin-Neukölln. Im Zentrum steht Ali „Toni“ Hamady (Kida Khodr Ramadan), der gemeinsam mit seiner Frau Kalila (Maryam Zaree) seine „vier Blocks“ und die kriminellen Geschäfte hinter sich lassen will. Doch nachdem sein Schwager Latif (Massiv) bei einer Razzia verhaftet wird, ist es Toni der Familie schuldig, erneut die Führung des Clans zu übernehmen. Zudem möchte Toni die Kontrolle nicht seinem unberechenbaren Bruder Abbas (Veysel Gelin) überlassen, der sich bereits als neues Familienoberhaupt sieht. Als mit Vince (Frederick Lau) plötzlich ein alter Freund zurück auf der Bildfläche erscheint und Toni damit eine Vertrauensperson an seiner Seite glaubt, scheint die Hoffnung auf eine legale Zukunft wieder in greifbarer Nähe. Aber aus der Abwärtsspirale aus Verbrechen und Intrigen gibt es längst kein Entkommen mehr.

 

Selten war deutsches Arthauskino so nah am Puls der Gesellschaft – „Einsamkeit und Sex und Mitleid“ ist eine saulustige Ensemble-Satire, die mit ihrem Hang zum Extremen, bissigen Ideen, verwegenen Stilmitteln und tollen (oft noch wenig bekannten) Darstellern überzeugt.  :

Mehr: auf Logo klicken 

Der Filmemacher Aki Kaurismäki zeigt uns eine bessere Welt: Ohne viel Worte bekommt der syrische Asylbewerber Kaled von Wikström einen Job in dessen Restaurant. In "Die andere Seite der Hoffnung" wird der hinterste Winkel Helsinkis zu einem utopischen Ort.

"Das ist eine traurige Geschichte. Was machen wir mit ihm?"
"Auf der Straße hält er vermutlich nicht lange durch, vermute ich!"
"Want to work, Khaled?"
"Yes, very much!"

 

Mehr:

Das französische Jugenddrama „Mit Siebzehn“ feierte auf der Berlinale 2016 seine Premiere. Regie führte der bereits über 70-jährige Filmemacher André Téchinés, der die Probleme der Jugendlichen auf natürliche Weise einzufangen versucht, um Coming-of-Age Klischees zu umschiffen. In drei Akten erzählt der Film von der Schwierigkeit, sich erwachsen und den Erwartungen der Vernunft entsprechend zu verhalten. Die Figuren sollen dabei nicht an den Pranger gestellt, sondern begriffen werden, in all ihrer Fehlerhaftigkeit, sprich Menschlichkeit. Der Titel des Films knüpft an die eröffnende Zeile von Arthur Rimbauds Gedicht „Roman“ an: „On est pas sérieux, quand on a dix-sept ans“ („Man ist nicht ernsthaft, wenn man siebzehn Jahre alt ist“). (http://www.kino.de/film/mit-siebzehn-2016/

 

Österreichisch-deutsche Koproduktion bei der Berlinale 2017, von und mit Schauspieler und Kabarettist Josef Hader (Regiedebüt, Drehbuch, Hauptdarsteller !!!) – eine wirkliche Achterbahn der Rache. Dieses Fahrgeschäft heißt nicht nur im Film Wilde Maus, sondern auch ganz allgemein. Und vieles mehr – auf den Film bezogen.

 

Der starmäßig etablierte Musikkritiker eines Wiener Feuilletons wird gefeuert und sucht Vergeltung an seinem Chef, fährt gegen ihn immer heftigere Attacken und stürzt von einer Lebenskrise in die nächste. Wie das aber zu einem befriedigenden Ende bringen?

 

Dazu Josef Hader: "Das rosarote Happyend ist wirklich verboten, zumindest für eine Tragikomödie… Ich habe nach einem realistischen Schluss gesucht, nach einem für den Zuschauer befriedigenden Ende."

 

Hat er´s gefunden?

 

Mehr noch  im Interview mit J.Hader: http://www.deutschlandfunk.de/josef-haders-regiedebuet-wilde-maus-diese-zeit-ist-sehr.807.de.html?dram:article_id=380753

 

 

Die Oscars für die besten Filme

 

Es kommentiert Robert Hofmann nach dem Trailer

Nun selber gesehen: den neuen Film mit Isabelle Huppert "Elle" (2016), Regie: Paul Verhoeven.
Sagt die Schauspielerin darüber: "Die Wahrheit einer Frau, die sich nach einer Vergewaltigung nicht wie ein ´klassisches´Opfer verhalten will... In "Elle" geht es um mentale Zustände, um eine verstörende, brutale Erfahrung, nach der diese Frau ihre eigene Sexualität (...) anders erleben wird," (im Interview, Zeit 6/2017).
Ein Drama, das neben vier Paukenschlägen eigentlich eher unterkühlt erzählt wird, aus einer Perspektive, die das Alltägliche ins Ungewöhnliche verfremdet. Und das kann keine besser darstellen als Isabelle Huppert.


Medienkunst in Deutschland

Dossier Medienkunst in Deutschland

Einen Überblick über die vielfältigen Formen und Stilrichtungen von Medienkunst zu geben ist ein schwieriges Unternehmen. Sie wurde jahrzehntelang von der Kunstwissenschaft ignoriert, und selbst ExpertInnen können diese Kunstrichtung schwer eingrenzen.

Das Dossier unternimmt den Versuch eines Streifzuges durch die Geschichte und Zukunft der Medienkunst. Es stellt wichtige KünstlerInnen, ihre Arbeiten, Ausbildungsstätten, Preise und Festivals vor und gibt weiterführende Buch- und Linktipps.

Peter Zorn bekam im Januar 2007 für das hier aktualisierte und stark erweiterte Dossier zur Entwicklung der Medienkunst in Deutschland den „Golden @“ der Voeux de l’Internet in der Kategorie Kunst verliehen.