Alice Maher
Minimale Darstellung weiblicher Körper wie auch oft in ihren Moving Pictures. Dagegen dann das Haar, die Haare, die Haarmassen trompe-l’œil-artig präzis: Bewegung und Energie pur, fast die gezeichneten Körper verschlingend.
Surreale Sibyllen der Antike in Selbstbestimmung und Selbstversunkenheit, vielleicht sogar etwas verloren angesichts dieser Übermacht an Haarpracht. Die 2025er Sibyllen-Serie der Irin Alice Maher (*1956) nimmt sowohl die Kunstgeschichte von Boucher über Manet bis zu Artemisia Gentileschi in Beschlag wie auch hochaktuelle Themen des Feminismus‘. Und vereint das alles in einer bildmächtigen Installation aus großformatigen Zeichnungen und ihnen zu Füßen: abstrakte bronzene Kleinskulpturen auf schwarzen Spiegeln. Zu einem großartigen Kontrastprogramm von Farben, Formen und Material.
Mehr: https://alicemaher.com Die Künstlerin ist auf der kommenden Biennale in Venedig 2026 vertreten.
TRACEY EMIN: A Second Life (2026)
Die Tate Modern präsentiert eine große Retrospektive vonTracey Emin (geb. 1963), ein Werk kompromissloser Selbstdarstellung des weiblichen Körpers, von Leidenschaft, Schmerz und Wiedergeburt nach schwerer Krankheit. In über 100 Arbeiten aus den Bereichen Malerei, Video, Textil, Neon, Skulptur und Installation.
Hier vier Arbeiten aus jüngerer Zeit zwischen 2018 und 2024.
Tschabalala Self
Februar 2022
Corona-Kunst-Chroniken